Mittwoch, 27. April 2016

Nicht nur schauen!

Weinhochvier Lokal (c) STADTBEKANNT Wetter-Nohl

Weingeschäft im 3. Bezirk

Wein zu kaufen mag wohl an vielen Orten möglich sein. Dass man sich für dieses vinophile Unterfangen aber unbedingt für den Weinhochvier entscheiden sollte, beweisen folgende Gründe: ein freundliches Ambiente, eine Auswahl, die auch kleine Geldbörserln berücksichtigt, weitaus mehr als nur Wein und die Tatsache, dass hier gleich vier Sinne angesprochen werden: Sehen, Riechen, Schmecken und Genießen!

Nicht nur schauen!

Mit einem „Hab nur g’schaut“ kommt man bei Markus Leeb eindeutig nicht davon! Denn wer hier am äußeren Teil der Landstraßer Hauptstraße hereinkommt, darf und soll sich durch das Sortiment probieren. Zehn offene Weine stehen in wöchentlicher Auswahl zur Verfügung. Dass sich hierbei aber anders als man es vielleicht vermuten mag, auch Weine einreihen, die leistbarer sind als andere, wird für den ein oder anderen wohl interessant sein. Flaschen für unter zehn Euro sind also auch zu bekommen.

Weinhochvier Weine (c) STADTBEKANNT
Weinhochvier Weine (c) STADTBEKANNT

Sondern sehen, riechen, schmecken und genießen.

Das Sortiment reicht von heimischen Tropfen bis hin zu spanischen, französischen oder italienischen, wobei die österreichischen Weine klar im Fokus stehen. Darunter befinden sich den aktuellen Zeiten entsprechend auch biologische und histaminarme Weine. Besonders reizvoll ist außerdem die Beratung, welcher Wein zu welchem Essen passt oder umgekehrt. Diese gibt es entweder virtuell im Online Shop oder persönlich vom Chef aus dem Weinviertel der sein Hobby zum Zweitberuf gemacht hat. Zweiteres ist natürlich vorzuziehen, kann man hier die Weine ja auch schließlich sehen, riechen, schmecken und genießen!

Weinhochvier Williamsbirne (c) STADTBEKANNT
Weinhochvier Williamsbirne (c) STADTBEKANNT

Kabumm Vodka, österreichischer Whiskey und Marillensenf

Außer dem Wein gibt es zudem allerlei Spirituosen zu verkosten, die in Glasballons, Tonkrügen und Eichenfässern darauf warten begutachtet zu werden. Die österreichische Destillerie Farthofer ist mit ihren Bio-Likören und Bio-Edelbränden hier stark vertreten. Farthofer hat übrigens auch einen Vodka in Kooperation mit Rapper Sido herausgebracht. Kabumm heißt das Tröpfchen, das in einem bombenförmigen Glas daherkommt. Whiskey und Gin sind hochprozentige Gefährten, die momentan nirgends fehlen dürfen. Der Gin stammt von Farthofer und der Whiskey ist auch aus Österreich. Die Produzenten Reisetbauer und der Waldviertler Whiskey J.H. sind in dieser Kategorie vertreten, wobei bei Ersterem sogar schon ein 15-Jähriger mit im Programm ist!

Weinhochvier Whisky (c) STADTBEKANNT
Weinhochvier Whisky (c) STADTBEKANNT

Öle und Essige der österreichischen Produzenten Franz Hartl und Gölles ergänzen das Angebot an Flüssigem im Weinhochvier. Ein paar Feinkostprodukte, wie Deferegger Senf in verschiedenen Ausführungen (Dill-Honig, Orange-Kürbis, Marille) oder Pesto runden das Konzept ab.

Weinhochvier Öl (c) STADTBEKANNT
Weinhochvier Öl (c) STADTBEKANNT

Ab in den Feierabend!

Hinsetzen und etwas länger genießen ist übrigens auch erlaubt, denn Herr Leeb hält auch eine tolle Auswahl an spanischen Tapas bereit. Das schreit doch eindeutig nach Feierabend, wie es ja bereits der Ströck ein paar Schritte weiter vorlebt. Und während man bei seinem Glaserl Wein an der Landstraßer Hauptstraße sitzt, bildet man sich nicht ein, dass hier tatsächlich Fiaker vorbeikommen! Nicht einmal beim fünften Gläschen! Ist Wien nicht einfach wunderbar?

Weinhochvier (c) STADTBEKANNT
Weinhochvier (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Weinhochvier steht zum einen für seinen Begründer Markus Leeb, der aus dem Weinviertel stammt und zum anderen für die vier Sinne, die hier im Geschäftslokal in der Landstraßer Hauptstraße angesprochen werden. Die Weine aus Österreich, Frankreich oder Italien dürfen hierbei ebenso angeschaut, gerochen, verkostet und genossen werden wie die Brände, Liköre, Essige, Öle oder Whiskeys, die sich ebenfalls im Sortiment befinden. Wer kauft denn schließlich gerne die Katze im Sack! Eben! Deshalb warten die Eichenfässer, Glasballons und Tonkrüge darauf von neugierigen Zungen getestet zu werden. Nebenbei darf man sich im hübschen Ambiente auch niedersetzen, Tapas genießen und Fiaker beobachten!

STADTBEKANNT Christina Wetter-Nohl

Sonntag, 4. Oktober 2015

Gute Weinernte 2015 mit besonders hoher Qualität

Österreichs Winzer blicken einer guten und ertragreichen Ernte 2015 entgegen. Gemäß der September-Prognose von Statistik Austria wird die Weinernte 2015 auf 2,5 Mio. hl (+24% zu 2014) geschätzt.

Auch qualitativ darf man sich auf einen sehr guten, vollreifen Jahrgang mit etwas höheren Alkoholgehalten und geringerer Säure als im Vorjahr freuen. Für die heimischen Winzer ist die zu erwartende gute Ernte des heurigen Jahres sehr wichtig um wieder alle Kunden bedienen zu können.

So könnte in Niederösterreich mit 1,5 Mio. hl eine um 7% höhere Weinproduktion als im Schnitt der letzten 5 Jahre erzielt werden und damit die verregnete Vorjahresernte um 16% übertroffen werden. Niederösterreichischer Rotwein sollte sich heuer mit 408.200 hl (+39% zu 2014) deutlich besser als im schwachen Vorjahr entwickeln. Auch Weißwein könnte mit einer Produktion von 1,1 Mio. hl (+8% zu 2014) erheblich zulegen und damit um 7% über dem 5-Jahres-Schnitt liegen.

Das Burgenland meldet heuer eine besonders hohe Weinproduktion, wo mit 732.700 hl ein deutlich überdurchschnittliches Ernteergebnis (+20% zum Fünfjahresschnitt) prognostiziert wird und das schwache Vorjahresvolumen sogar um 43% übertroffen werden könnte. Zuwächse werden hier speziell bei Weißweinen auf 345.600 hl (+64% zu 2014) gemeldet, aber auch Rotweine (+28% zu 2014) dürften mit 387.100 hl deutlich zulegen.

Auch in Wien könnte mit 23.200 hl (+21% zu 2014) deutlich mehr Wein als im Schnitt der letzten fünf Jahre (+8%) produziert werden.

Q: STATISTIK AUSTRIA

Freitag, 12. Juni 2015

Säuremonster 2014

frisch fruchtig spritzig (der Klassiker) / feinspritzige-, rasante-, kräftige Säure / lebhaftes Säuregerüst / frische-, kräftige-, belebende  Säurestruktur bzw. Säurebogen / bis hin zum Säurebiss…
man kann es schon gar nicht mehr hören und oft vergeht einem die Lust schon bei den Verkostungen.
Säure im Wein spielt bei der Weinbereitung sowie im Wein eine große Rolle. Denn die Säure an sich kann man als Rückgrat des Weines bezeichnen. Sie verleiht dem Wein Struktur und normalerweise einen frischen und fruchtigen Geschmackseindruck.
Irgendwann ist es dann aber auch mal genug mit dieser Säure. Es sei denn man möchte ein neues Salatdressing erfinden oder den Essigproduzenten den Rang ablaufen. Auch die Verträglichkeit solcher Weine stelle ich ein wenig in Frage.
Kommen wir wieder auf das Säuremonster 2014 zurück. Schon im Herbst 2014 konnte man verzweifelte Gesichter bei den Winzern sehen. Einigen war damals schon klar, Lagenweine wird es von diesem Jahrgang wohl wenige bis keine geben.
Ich weiß zwar nicht genau wo die geringe Reife der Trauben überall zu einem Eingriff im Keller (Entsäuern, Anreichern) führte, verstehe aber ohnehin nicht, was diese ganze Jammerei eigentlich soll? Sind ja noch genügend tolle Weine (Lagen- und Reserve Weine) vom Jahrgang 2013 vorhanden. Irgendwann sollten wir ja sowieso lernen richtigen Wein zu trinken. (so wie es ja für alle anderen Weingenießer auf der Welt auch normal ist.)
Dennoch, es gibt Sie, gute Weißweine 2014. Einige Winzer zeigen was möglich ist und was sie können. Natürlich muss man bereit sein die nächste Stufe zu probieren und ein bisschen mehr in eine Flasche Wein zu investieren. Was aber für einen gesundheitsbewussten Genussmenschen ja sowieso selbstverständlich sein sollte.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Jung, wild und ausgefallen müssen die Winzer sein?
Nein sicher nicht, bei mir kommt es auf die Qualität an. Und warum sollte nicht auch ein älterer Winzer (bereits namhafter Winzer) guten Wein erzeugen und Neues ausprobieren?
Bei all dem Getue und Gehabe, sollte man auf eines nicht vergessen: „Erfolg wird nur derjenige Winzer haben, der über Jahre auch die richtige Qualität auf den Markt bringt. Nur mit Marketing unter dem Motto jung, wild und ausgefallen mit unverschämter Preispolitik wird es nicht funktionieren“.